Konsumfreiheit

Buch: Gute Marken - böse Marken: Ein Selbstversuch von Stefan Kuzmany

7.Januar 2008 · No Comments

Kuzmany Gute Marken, böse MarkenZuerst: Das Buch von Stefan Kuzmany Gute Marken , Böse Marken ist wirklich unterhaltsam. Ich habe es an einem Abend ausgelesen und habe mich die meiste Zeit beim Lesen sehr amüsiert.

Das Cover wie auch der Klappentext lassen mehr vermuten: McDonald oder Döner - was rettet die Umwelt? Bioeier wirklich vom Biohof? Kleidung vom sweatshop oder besser ökologisch korrekt aber ein sexuell schräger Arbeitgeber? Aber das findet der Leser nicht wirklich in dem Buch beantwortet. Der “Selbstversuch” (laut Cover) des taz-Journalisten Kuzmany ist ein gut geschriebener satirischer(?) Tatsachenbericht - ohne konkrete Anleitung.

Wer einen Buch zum Selbstversuch in unserer Konsumwelt lesen will, der findet mehr bei Leo Hickmann in seinem Buch “Fast Nackt”. Oder “Ein Jahr ohne Shoppen” von Judith Levine. Oder im Bereich Konsumratgeber das Buch von Fred Grimm “Shoppen hilft die Welt verbessern“.
Also ein Ratgeber für richtiges Verhalten ist er eher nicht. Vielleicht ein augenzwinkernder Blick auf unsere Klimadebatte und die Ratlosigkeit vieler Konsumenten darin.

Es in einer Bücherei auszuleihen und zu lesen ist wirklich ein guter Tipp, man liest es wahrscheinlich nur einmal. Vielleicht auch ein gutes Geschenk für verkrampfte Klimaschützer :-)

Sehr viel Kurzweil - dafür 4 von 5 Punkte - als Anleitungsbuch aber eher unbrauchbar.

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Garantierte Investments kosten Rendite

1.Dezember 2007 · No Comments

“There is no free lunch” - es gibt nichts umsonst: Das leuchtet den meisten Menschen ein, aber beim Investieren wollen die Deutschen gerne den Vollkaskoschutz: Garantiezertifikate, Garantiefonds, Click-your-highs, Bonusprodukte.

Feuerwehr Nun hat die Frankfurter School of Finance & Management zusammen mit der Fondsgesellschaft Franklin Templeton eine Studie veröffentlicht, wie teuer bei langfristigen Anlagen - wie z.B. der Altersvorsorge - diese Garantien sind. Bei Zeiträumen ab 5 Jahre Anlagedauer werden die Kosten so hoch, dass der Nutzen der Absicherung immer kleiner wird.

Bei 25 Jahren kostet es am Ende die Hälfte der Rendite - und das alles nur aufgrund der Angst vor den Schwankungen am Aktienmarkt - wow!

Ein Vortrag des Professor Wystup, der die Studie erstellt hat, finden Sie hier als (PDF), die Ergebnisse auf der vorletzten Seite!

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Macht mehr Geld glücklicher?

30.November 2007 · No Comments

“Wenn ich einmal reich wäre …” - “wenn ich im Lotto gewinnen würde …” - was würden Sie machen mit dem aktuellen Lotto-Jackpot von mehr als 30 Millionen Euro?

Man könnte mit dem Arbeiten aufhören, fast alles kaufen, was man schon immer wollte und jedes Jahr einmal um die Erde reisen.

Nach allen Untersuchungen, die ich gelesen habe, wird man nicht glücklicher, wenn manLotto - pixelio.de mehr Geld hat. Manche Menschen werden sogar unglücklicher mit mehr Geld. Es scheint aber nicht der Umstand der Geldsumme an sich zu sein, sondern eher so, dass wir bei großen Gewinnen oder Erbschaften den Umgang mit einer hohen Geldsumme nicht richtig beherschen und deswegen das Geld für scheinbar tolle Sachen ausgeben, die uns aber eher unzufrieden machen.

Oder uns an einen Lebensstil gewöhnen, der sich mit dem Geld nicht aufrechterhalten lässt.

Das will die Lottogesellschaft natürlich nicht auf die Werbeplakate drucken :-)

Also ist mehr Geld nicht der Schlüssel zum Glück - sondern der glücklich machende Umgang damit.

Wie wäre es mit einer Liste von Dingen, die Sie glücklich machen, die wenig oder gar nichts kostet?

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Reich ist man erst dann,

27.November 2007 · No Comments

Reich ist man erst dann, wenn man sich bei der Bilanz
um einige Millionen Dollar irren kann, ohne dass es auffällt.

(John Paul Getty - 1892 -1976, amerik. Milliardär)

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Die wahre Freiheit

27.November 2007 · No Comments

Die wahre Freiheit des Menschen liegt nicht darin,
dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht
tun muss, was er nicht will.

(Jean-Jaques Rousseau, 1712-177 8)

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Tightwad Gazette

17.November 2007 · No Comments

Tightwade GazetteDas Buch von Amy Dacyczyn ist eine wahre Fundgrube für Geldsparmethoden. Manche obskur, viele sinnvoll - aber alle interessant.

Das Buch ist auf rund 1.000 Seiten eine Sammlung vom gleichnamigen Newsletter, den die Autorin in den 90er Jahren über 6,5 Jahre geschrieben hat.

Als Mutter von 6 Kindern im Konsum-Wunderland Amerika erreicht Sie Ihren eigenen amerikanischen Traum: Finanzielle Unabhängigkeit, eine voll bezahlte kleine Farm - und das mit nur einem (niedrigem) Gehalt ihres Mannes Jim und ihrer eigenen kreativen Haushaltsführung.

Die wesentlich Philosophie ist die von “A penny saved is a penny earned” -wobei heute eher gilt: “1 Cent gespart sind wie zwei verdient.” - kurz: wie mache ich das meiste aus meinem Geld.

Ob es nun um das Ausrichten der Kindergeburtstage geht, wie man gesund und preiswert sich ernährt, was sich auf Flohmärkten zu kaufen lohnt, selber gemachte Geschenke für Geburtstage und zu Weihnachten u.v.m.

Das Buch ist sehr amüsant geschrieben und ein Basiswerk für Hardcore-Sparer.

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Der reichste Mann von Babylon - Teil 2

14.November 2007 · No Comments

Hier noch eine ausführlichere Zusammenfassung vom reichsten Mann von Babylon

Aus einem der ersten Bücher, die ich über Geldmanagement gelesen habe, sind die folgenden Regeln für einen erfolgreichen Umgang mit Geld festgehalten:

Reichster Mann von BabylonDrei mal 10%
1. Spare 10% jeden Monat nur für Dich. Wenn Du es nicht selber tust, dann wird es kein anderer für Dich machen! Jeden Monat bezahlen wir unzählige Menschen, die alle gerne unser Geld für die Dienstleistungen und Produkte entgegennehmen, die wir benutzen und verbrauchen, aber den wichtigsten Menschen vergessen wir oft: Uns selbst. Diese 10% sind nicht für große Anschaffungen oder für den heutigen Konsum, sondern dienen dazu, die Grundlage für unseren Reichtum zu legen. Das Geld wird irgendwann uns ernähren können - alleine durch die Zinsen, die es verdient.

2. Benutze 10% Deines Geldes für den Abbau von Schulden oder - wenn keine Schulden da sind - als Ansparhilfe für gewünschte Anschaffungen, Reisen, zur Finanzierung von Träumen oder anderen Dingen.

3. Benutze 10% Deines Einkommens und helfe anderen Menschen. Bei den ersten beiden konnten mir die meisten Menschen mir mental folgen. Aber das hier - 10% für andere - was soll das denn? Einige Menschen haben genug finanzielle Probleme und kommen ohne die drei Regeln gerade so über die Runden, aber jetzt auch noch etwas abgeben, was man nicht hat, wie soll das denn gehen?

Durch das Abgeben, kommt Geld in richtiger Menge in Ihr Leben. Ich verstehe alle diese Fragen, hatte selber die gleichen, aber es ist genau das passiert, als ich begonnen habe, jeden Monat einen festen Betrag von meinem Geld abzugeben.

Fangen Sie mit irgendeinem Prozentsatz an, sagen wir 1% oder 2%. Richten Sie einen Dauerauftrag ein und lassen Sie jeden Monat diesen Betrag abbuchen. Wenn Sie wollen, dann werden Sie Pate beim SOS-Kinderdorf http://www.sos-kinderdorf.de oder bei einer anderen gemeinnützigen Einrichtung, die anderen Menschen hilft. Jeder Betrag ist willkommen und wenn Sie merken, das das funktioniert, dann können Sie über die Zeit ja den Betrag schrittweise erhöhen.

70% vom Nettogehalt für den Konsum
Viele werden jetzt denken, wie soll das denn aber gehen, mit nur 70% netto meines Monatsgehaltes auskommen? Einige von Ihnen haben vorher niedriger bezahlte Anstellungen gehabt. Sind Sie damals mit weniger, teilweise sogar mit erheblich weniger Geld ausgekommen? Das hat mit dem Gesetz der Geldanpassung zu tun. Ihre Ausgaben werden sich automatisch immer dem verfügbaren Einkommen anpassen, was nichts anderes heißt, dass Sie auch das Doppelte verdienen könnten von heute und den meisten von uns in kürzester Zeit auch die Kosten auf dieses Niveau steigern würden.

Glücklicherweise funktioniert dieses System auch in die andere Richtung. Sie richten die zwei bzw. 3 Daueraufträge ein und ehe Sie es sich versehen, werden Sie und damit Ihre Ausgaben sich an die geringere Nettosumme anpassen. Nach einigen Monaten merken Sie meist gar nicht mehr, dass Sie erheblich weniger Geld zur Verfügung haben. Im Gegenteil, über die Zeit sammeln Sie beachtliche Summen auf Ihren Festgeldkonten an, die alleine durch die regelmäßige Buchungen wachsen und wachsen.

Vom Business Philosophen Jim Rohn gibt es eine noch härtere Variante, die nur 50% des Nettolohnes für die monatlichen Ausgaben vorsieht und den Rest in Investitionen steckt. Jim Rohn war mit Anfang 30 Millionär und sieht die Grundlage für seinen Erfolg bei dieser Regel. Aber ich glaube, dass das beim heutigen Steuer- und Sozialsystem in Deutschland nicht ganz so einfach ist, wie in den USA.

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You are Fifty - now what

14.November 2007 · No Comments

Charles SchwabEin spannendes Buch von Charles Schwab (der Gründer des Online-Brokers Schwab.com) über die Frage, wie man sein Geld investiert, wenn man 50 Jahre oder älter ist.

Er glaubt, dass der Aktienanteil der Depots sehr viel höher sein muss, als die alte Formel 100-Lebensalter = Aktienanteil vorgibt.

Hier sind seine Empfehlungen aus dem Buch zum Thema Asset Allocation:
Aktien Bargeld Renten
50 Jahre = 95% 5% 0%
55 Jahre = 90% 5% 5%
60 Jahre = 80% 5% 15%
65 Jahre = 70% 5% 25%
70 Jahre = 60% 5% 35%
75 Jahre = 50% 10% 40%
80+Jahre = 40% 10% 50%

Entnahmepläne:
Pro Jahr

4-5% des Vermögens in den 60er Lebensjahren
6-7% des Vermögens in den 70er Lebensjahren
8% des Vermögens in den 80er Lebensjahren und später

Seine Empfehlung ist, einmal im Quartal ein Viertel der Jahressumme auf das Tagesgeldkonto zu überweisen und von dort die monatliche Zahlung auf das Girokonto überweisen.

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Pay Yourself First - Zuerst sich selbst bezahlen

14.November 2007 · No Comments

Bevor man irgend einem anderen Mensch Geld bezahlt, bezahlt man sich zuerst.

Dieses Konzept finden Sie in jedem Buch über persönliches Geldmanagement, egal ob es der Automatic Millionaire ist, Debt Proof Living, der Reichste Mann von Babylon - wo es eine zentrale Rolle spielt -, im Total Money Makeover oder der Wealthy Barber oder es irgendeines der anderen Bücher zum persönlichen Geldmanagement ist: Sich selber zuerst zu bezahlen ist für alle der Weg zum Aufbau von Wohlstand.

Wieviel sollte das pro Monat sein?

Immer mehr als man verdient ausgeben = immer arm.
0% vom Brutto = sich immer zum nächsten Monat retten.
05-10% vom Brutto = Mittelklasse
10-15% vom Brutto = Obere Mittelklasse
15-20% vom Brutto = Reich
> 20% vom Brutto = Reich genug, um früher in Ruhestand gehen zu können

GeldscheineDas ist wie gesagt kein Geld, was in die Rücklage für Anschaffungen geht (siehe Freedom Account) oder für den nächsten Urlaub oder das neue Auto geplant ist. Das ist Geld, das zu einem Vermögen werden soll.

Und wo legt man es an? In weltweit, breitstreuende Investmentfonds. Und wenn man früh genug beginnt, dann sollten das am besten Aktienfonds sein.

Wie hoch sollte die Aktienquote über die Jahre sein?

Ich halte es da mit Charles Schwab - so hoch wie man nur kann und solange wie möglich.

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Kaufrausch - erste Signale

13.November 2007 · No Comments

Fast jeder kennt das: Wir  wollen etwas unbedingt haben.

Je nach Persönlichkeit schleichen wir um den begehrten Gegenstand minuten- oder wochenlang herum und dann reden wir uns ein, wir können ohne diesen nicht mehr leben und müssen ihn sofort kaufen.

Was sind die ersten Signale bei Ihnen? Was passiert in Ihrem inneren Dialog vor dem Kauf?

Eine Methode damit umzugehen, ist die 30-Tage-Liste. Oder einen Bestellzettel komplett auszufüllen, alles aufzuschreiben, was man im Katalog bestellen will und dann den Bestellzettel nicht absenden.Modellautos - pixelio.de

Oder beim Teleshopping alle Angaben pflichtbewusst aufschreiben - Artikel, Preis, monatliche Rate, Bestellnummern, Rufnummer für die Bestellung - und dann nicht anzufrufen.

Joe Dominguez nennt Artikel, die wir vollautomatisch ohne Nachzudenken kaufen, Gazingus Pins und beschreibt damit Gegenstände wo unser Hirn ausgeschaltet wird und wir wie Roboter einen weiteren Gegenstand kaufen und dann - oft ungenutzt - in der Schublade verschwinden lassen.  Das können preiswerte Dinge sein, wie Lippenbalsam, aber auch Bücher oder Schuhe.

Und was ist Ihr Gazingus Pin?

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