Immer wieder liest man in der Zeitung oder hört von den Politikern Aussagen: “Hedgefonds sind die Heuschrecken des Kapitalismus und vernichten Arbeitsplätze …”
Völlig verkehrt. Hedgefonds sind mehr oder weniger riskante Kapitalanlageprodukte, die mit verschiedenen Strategien versuchen das Investment abzusichern (= deswegen “hedge” vom engl. “absichern”), welches der Fonds im Depot hält.
Angenommen Sie haben 100% Aktien als Kapitalanlage. Dadurch haben Sie ein relativ hohes Risikoprofil. Wenn der Aktienmarkt fällt, dann fallen wahrscheinlich auch Ihre Aktien. Ein Hedge wäre z.B. ein gewisser Anteil von Gold (oder Puts o.ä.) ebenfalls im Depot zu halten und weil Gold sich umgekehrt korrelativ zu Aktien verhält, kann dieser Anteil von Gold ihr Aktienportfolio absichern, wenn der Aktienmarkt fällt. Der Goldanteil ist dann der Hedge gegen einen schwachen Aktienmarkt. Damit würde ich sicher nicht mehr die absolut höchste Rendite erzielen, aber es sinkt das Risiko von Verlusten. Und damit die steigt die Wahrscheinlichkeit auf eine risikoärmere Rendite im Vergleich zu einem reinen Aktiendepot.
Im Prinzip arbeitet der Fondsmanager eines Hedgefonds genauso. Er will in guten und schlechten Zeiten am Markt eine Rendite erzielen.
Hedgefonds sind sicherlich nicht das Anlageprodukt für jedermann, aber es sind eben nicht die als Heuschrecken bezeichneten Beteiligungsgesellschaften, die Unternehmen kaufen, zerlegen und dann die Einzelteile veräußern.
Und man kann es auch schon bei Wikipedia nachlesen …