Das Konzept des Buches beruht auf der Erfahrung, dass die meisten Menschen nur Geld sparen, wenn es ohne ihr Zutun passiert – also per Sparplan, Dauerauftrag etc. – also automatisch. Würde der Staat nicht automatisch die Lohnsteuer einbehalten, würden viele am Jahresende das Geld mit ausgegeben haben.
Bei vielen Menschen ist das Konto am Ende des Monats leer und es wird nicht oder nur unregelmäßig gespart. David Bach empfiehlt, dass der Leser einen Dauerauftrag einrichtet und damit einem die Entscheidung abgenommen wird. David Bach rechnet in seinem Buch mit angenommenen 10% Rendite pro angelegtem Euro / Dollar.
Die Frage, wo das Geld denn die versprochenen 10% verdienen kann, ist einfach zu beantworten: Das Geld kann solche Renditen nur langfristig verdienen, wenn es am Aktienmarkt über lange Zeit arbeiten kann. Und das geht schon ab 50 Euro im Monat per Lastschrift bei Fondsgesellschaften. Fonds die das geschafft haben über 20 oder mehr Jahre sind z.B. von DWS der Akkumula oder der DWS Deutsche Aktien Typ O, der LBB Lingohr Invest Systematic und viele andere mehr. Investieren statt Sparbuch.
Zum Kaffee-Faktor (im engl. Latte Factor): Wenn man jeden Tag „gedankenlos“ Geld ausgibt – wie am Morgen den Coffee to Go (3 Euro am Tag), dann gibt man im Jahr alleine dafür 700 Euro aus. Und das tun oft Leute, die „kein Geld für die Altersvorsorge haben“. Dadurch wird man noch kein Millionär, aber wer von seinem 27. Lebensjahr bis zum Ruhestand mit 67 Jahren das Geld so anlegt, statt bei Starbucks, hat bei 10% Rendite 368.000 Euro auf dem Investmentkonto.
Was natürlich stimmt, ist, dass die amerikanische Art mit Geld umzugehen nicht unsere ist (auch wenn wir uns dem immer mehr annähern). Aber im Land der Schecks und Kreditkarten ist der Dauerauftrag schon eine echte Innovation.
Wer also noch eine Motivation braucht, Geld zur Seite zu legen, der findet in David Bachs Buch einige Anstöße für den Start. Für mich 4 von 5 Sterne.