Ich habe mir vor kurzem bei ebay für 5 Euro eine Olympus Trip 35 gekauft.
Eine Kamera, die 1968 auf den Markt kam und bis 1983 verkauft wurde. Kann man mit so einer alten Kamera im Zeitalter der digitalen Fotografie vernünftige Fotos machen?
Die Kamera braucht keine Batterie (!) und misst mit den Selenzellen (also solarbetrieben!) rund um das Objektiv das Licht für die richtige Belichtung.
Wenn das Licht (ohne Blitz) nicht ausreicht, dann wird im Sucher ein roter Balken eingeblendet und man kann nicht auslösen. Clever und von der Einfachheit nicht zu übertreffen.
Wenn man ein Bild machen will, dann muss man nur die Entfernung einstellen (1 m, 1,5 m, 3 Meter oder Unendlich) durch den Sucher schauen und auslösen.
Kein falsch eingestellter Weißausgleich, kein Autofokus, der irgendwas scharfstellt, kein Bildrauschen, keine Nachbearbeitung – einfach gute Bilder. Für die nächste Aufnahme transportiert man das Rändelrad mit einer Hand einfach ein Bild weiter und dann ist man in Sekundenbruchteilen wieder auslösebereit.
Den Film gibt man wie früher zur Entwicklung ab und erhält eine Menge tolle Fotos zurück – und digitalisieren kann man die besten davon danach immer noch …






