Kaum habe ich vor ein paar Wochen über meinen Kauf eines gebrauchten Thinkpad statt eines neuen Netbooks geschrieben – stand jetzt eine neue Entscheidung an: Genau nach 5 Jahren gab mein alter Desktop PC schlagartig den Geist auf. Der CPU-Kühler löste sich von der CPU und die Hitze zerstörte die CPU und Teile des alten PC’s. Was nun? Einen neuen PC kaufen? Oder einen gebrauchten Rechner in Betracht ziehen?
Während bei einem Laptop die Frage eher aus reiner Freude beantwortet wurde, weil ich halt einen privaten, kleinen Laptop haben wollte und nicht wirklich brauchte, ist die Frage nach meinem Bürorechner nicht ganz so einfach zu beantworten.
Außerdem kommt da auch noch der unterschiedliche Energieverbrauch eines Desktop-Systems alter und neuer Bauart dazu: Eine Intel Pentium 4 CPU verbraucht eben doch erheblich mehr Strom als eine neue CPU in einem neuen Rechner. Aber rentiert sich das ganze wirtschaftlich wie ökologisch?
Ich weiß im Moment nicht, wie viel Energie bei der Herstellung eines neuen PC’s verbraucht wird, aber ich denke es ist nicht gerade wenig (Schätzungen von Instituten gehen von 3000 kWh bis 5000 kWh aus). Außerdem ist der gebrauchte Rechner ja bereits hergestellt worden. Also 1:0 für den gebrauchten Rechner, auch wenn er pro Arbeitsstunde auf der CPU Seite rund 30 Watt mehr verbraucht als eine neue CPU (95 Watt statt 65 Watt).
Also kommt wieder ein (von mir geliebter) IBM Thinkcentre der M Serie im Vergleich zu einem vergleichbaren neuen System (PC Händler NoName oder MediaMarkt, Saturn o.ä.) in Frage.
Preis heute gebrauchter IBM Rechner 89 Euro (inkl. Versand). Neuer Bürorechner rund 250 Euro. 2:0 für den gebrauchten Rechner.
Qualität des Systems: IBM qualitativ in einer anderen Liga: 3:0 für den gebrauchten Rechner.
Leistung: Modernes System vor altem Rechner. 3:1
Also für mich keine Frage: Gebraucht gewinnt vor neu.